EXAM 4.4 – Rollen & Rechte im Mittelpunkt

Das Release 4.4 konzentriert sich auf das Rollen- und Rechtekonzept, das neue Möglichkeiten bei der Verwaltung der Testinhalte sowie bei der Rechtevergabe an einzelne Anwender bietet.

Die Weiterentwicklung mit EXAM 4.4 zeigt, wieviel Fahrt die Testautomatisierung inzwischen in Bezug auf das vernetzte Arbeiten aufgenommen hat und wie nahe wir einem der größten Ziele sind – der Versionierung von Testinhalten. Die Rollenvergabe, die Strukturierung im Modellbereich sowie die Vergabe gruppenbasierter Datenrechte sind wichtige Bausteine auf diesem Weg.

In EXAM 4.4 können Sie Ihre Testinhalte mit Hilfe von Datenrechten verwalten und mittels neuer Rollen die Funktionsrechte der einzelnen Anwender einstellen.

Basierend auf diesem Konzept bildet EXAM jetzt auch unternehmensspezifische Datensicherheitsanforderungen ab. Die Möglichkeit Anwender in Gruppen zu verwalten und die Steuerung der Datenrechte auf Gruppenebene sorgen dabei für eine effiziente Administration. Sie erhalten eine Mandantensicht über Ihre EXAM Anwender und können diese in einzelne Gewerke oder Fachbereiche aufteilen – optional ist eine weitere Strukturierung in beispielweise Funktions- oder Entwicklungsthemen möglich.

Die neuen Funktionen im Überblick:

Rollenvergabe in der Admin Perspektive
Soll bestimmten Anwendern nur ein Teil der Funktionalität in EXAM zur Verfügung stehen, so lassen sich die jeweiligen Funktionsrechte bequem über vordefinierte Rollen einschränken: In der Admin Perspektive konfigurieren Sie beispielsweise, wer das Funktionsrecht erhält Groovy-Skripte zu erstellen (Rolle: Scripter) oder einen Modellexport anzustoßen (Rolle: Exporter). Funktionen, die dem Anwender nicht zur Verfügung stehen, werden ihm in EXAM nicht mehr angezeigt. Das globale Rollenkonzept stellt sicher, dass jeder Anwender die notwendigen Funktionsrechte für die Ausführung seiner Tätigkeiten erhält.

Strukturierung mit Modellbereichen
Eine wesentliche Neuerung mit EXAM 4.4 ist die Einführung der Modellbereiche als Strukturierungselement in Ihrem EXAM Modell. Ein Modellbereich ist im Grunde ein Package, geht in diesem Fall aber deutlich darüber hinaus. Das belegen folgende Eigenschaften der Modellbereiche:
  • Der Modellbereich ist primärer Einstiegspunkt für die Vergabe von Datenrechten auf die Modellinhalte.
  • Modellelemente wie TestCases, Interfaces und weitere Elemente müssen innerhalb von Modellbereichen liegen. Hiermit wird beispielsweise die Einhaltung von Modellierungsrichtlinien unterstützt und die Basis für eine zukünftige Versionierung von Modellinhalten geschaffen. Ein Modellbereich wird die Grundlage für das Erstellen einer Baseline sein.
  • Neben Packages für die Strukturierung des Modells dürfen auch TestCampaigns außerhalb von Modellbereichen liegen. Hiermit wird die Zusammenstellung von Nacht- und Wochenendläufen übergreifend ermöglicht.
  • Es gibt zwei Typen von Modellbereichen: Den Modellbereich „Library“ für die Entwicklung von Bibliotheken und den Modellbereich „TestLogic“ für die Umsetzung von Testfällen.

Gruppenbasierte Datenrechte
Ein weiteres Thema, das mit EXAM 4.4 behandelt wird, ist die Vergabe von Datenrechten. Es ist jetzt möglich in der Admin Perspektive Anwender in Gruppen einzusortieren. Die Datenrechte für einen Modellbereich oder ein Package können Sie dann auf Gruppenebene vergeben; das spart Zeit bei der Administration neuer Anwender und ist übersichtlicher. Zusammen mit der Einführung der Modellbereiche erhalten Sie ein sicheres und handhabbares Konzept für die Verwaltung Ihrer Daten. Zusätzlich haben wir die Datenrechttypen überarbeitet, um mehr Möglichkeiten bei der Freigabe von sensiblen Daten zu schaffen. Das neue Datenrecht view entscheidet über die Sichtbarkeit eines Elements im Model Browser. Hiermit können Sie Teile des Modells für bestimmte Anwendergruppen unzugänglich machen. Das read Datenrecht erlaubt es dem Anwender Inhalte zu öffnen und das write Datenrecht diese auch zu editieren. Mit dem manage Datenrecht werden bestimmte Funktionsrechte einer Rolle freigeschaltet, wie beispielsweise das Bearbeiten der Datenrechte auf einem Package oder das Hinzufügen neuer Anwender zu einem Modellbereich.


Good Bye „_1_core“ – Welcome „_0_tooling“ and „_1_library“

Nicht nur das EXAM Tooling wurde in großen Schritten weiterentwickelt, es gibt auch wesentliche Erweiterungen in Bezug auf die Bibliotheken und die Testausführung. Mit EXAM 4.4 ermöglichen wir erstmals die Ausführung von Testläufen auf 64-Bit Hardware. Hierfür wurden die Bibliotheken und der EXAM Client für die Python Version 2.7.11 64-Bit abgesichert. In diesem Zuge wird die Unterstützung der veralteten Python Version 2.2 aufgekündigt.

Darüber hinaus wurde die Struktur der EXAM Bibliotheken überarbeitet: Basierend auf der fachlichen Eingruppierung der Bibliotheken, finden Sie in Zukunft ein erneuertes Ablage- und Namenskonzept vor. Die Bibliotheken befinden sich jetzt thematisch sortiert in eigenen Modellbereichen. Der „_1_core“ musste hierfür den neuen Bereichen „_0_tooling“ und „_1_library“ weichen. Im zweiten Schritt werden mit diesem und nachfolgenden EXAM Releases die Interfaces vereinfacht und der neuen Namenskonvention angepasst. Beispielsweise werden Interfaces mit sehr vielen Operationen auf mehrere Interfaces aufgeteilt oder einzelnen Operationen aussagekräftigere Namen gegeben. Dadurch wird die Strukturierung der einzelnen Interfaces deutlich übersichtlicher und Funktionen sind leichter zu finden. Eine einheitliche Ablage der Funktionen bei klar zugeordneten Themen sorgt zudem für eine komfortable und effiziente Nutzung.